Mittwoch, 15. August 2012

Schloss Altenhain

Die Anfänge des Baus des Altenhainer Herrenhauses liegen im Dunkeln. Friedrich Leopold Bißing - Rittergutsbesitzer von 1783 bis 1802 - empfing im damaligen Schloss den berühmtesten Gast Altenhains, Friedrich Gottfried Seume. Er schrieb hier am 6.August 1800 das Gedicht „Die Liebe ist die Seele des Lebens“.

Geschichte
Die Familie Kabitzsch besaß das Rittergut von 1848 bis 1931. 1857 bezog Friedrich Wilhelm Kabitzsch das neue, vom Leipziger Architekten Mothes, erbaute Herrenhaus. Die Architektur entsprach einem Neuaufguss der Frührenaissance nach italienischem Vorbild. 1871 errichtete man einen turmähnlichen Anbau. Im Jahre 1931 kaufte Dietrich von Gontard das Rittergut einschließlich Schloss. Er wurde im Zuge der Bodenreform 1945 enteignet und musste Altenhain verlassen. Das Inventar wurde zur Plünderung frei gegeben. Dabei gingen viele historische Werte verloren.

1946 zogen Neubauernfamilien, aus Schlesien, in das Schloss ein. Das Kreisbauamt Grimma ordnete 1948 den Abriss des Schlosses an. Das Abbruchmaterial sollte für Häuser für Neubauern verwendet werden. Der damalige Bürgermeister Kurt Gey konnte den Abriss verhindern. Danach wohnten sowjetische Unteroffiziere, die in der Altenhainer „Muna“ stationiert waren, mit ihren Familien im Schloss.

Anfang 1982 verließen die sowjetischen Armeeangehörigen das Gebäude. Seitdem war es dem Verfall preisgegeben. Regen und Schnee zerstörten Dach und Mauerwerk. Einheimische Vandalen verwüsteten das Gebäude. Türen, Fenster, Parkett wurde heraus gerissen und die Kellerräume vermüllt.
In diesem Zustand kaufte 1996 der Dresdner Dipl. Restaurator Thomas Lauth das Herrenhaus einschließlich Park zum ortsüblichen Preis.
Quelle: Broschüren und Internet


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Die Foto's entstanden am 25. April 2011

Nach einer 14 Jahre währenden, mühevollen Renovierung, lädt das Schloss heute zum Rundgang, zum Besuch der wechselnden Ausstellungen, zu Veranstaltungen in der Galerie und zum Sonntagscafe mit hausgemachtem Kuchen ein.

Die Gebäude des Rittergutes, wie Stallungen können von außen besichtigt werden. Sie sehen noch sehr verfallen aus und werden teilweise für landwirtschaftliches Gerät genutzt. Um die Weihnachtszeit findet dort jedes Jahr ein kleiner Weihnachtsmarkt statt. Mehr auf der Webseite des Schlosses.

Gruß

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